Religionen und
Nachhaltigkeit - ein Schulprojekt
Fasten als Praxis nachhaltiger Lebensführung
Leitidee
Fasten ist in den monotheistischen Religionen keine asketische Randpraxis, sondern eine ursprüngliche Form religiöser Weltverantwortung. Es verbindet:
Verzicht (Konsum),
Erinnerung (Abhängigkeit),
Umkehr (Ethik),
Begrenzung (Ökologie).
Fasten wird damit zu einer religiös begründeten Nachhaltigkeitspraxis, die den Stoffwechsel zwischen dem Mikro- und Makrokosmos reinigt.
Monotheistische Grundlegung
Ex 34,28: Fasten als Voraussetzung für Gottesnähe:
"Mose blieb dort beim Herrn vierzig Tage und vierzig Nächte.
Er aß kein Brot und trank kein Wasser. Er schrieb die Worte des Bundes, die zehn Worte, auf Tafeln.“
Dtn 8,3: Das Essenzielle ist nicht materiell:
"Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was der Mund des Herrn spricht.
Mt 4,1–11: Jesus (a.s.) greift das Sinai-Motiv auf, als er von seinem alter ego herausgefordert wird:
"Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt...“
Qur‘an 2:183-85: Der Koran erinnert an die Tradition dieser Weisheit:
„Ihr, die Ihr glaubt, vorgeschrieben ist Euch das Fasten, wie es denjenigen vor Euch vorgeschrieben war, auf dass Ihr Euch schützt!... Wer aber von sich aus
Gutes tut, für den ist es besser, sowie das Fasten für Euch besser ist, wenn Ihr es nur wüsstet!..."